24-Stunden-Tag der Feuerwehrjugend

19.09.2026 08:00

Ein besonderes Highlight für die Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Maria Enzersdorf organisierte das zuständige Team rund um FM Lukas Ramler am 19. und 20. September 2026. Der 24-Stunden-Tag stand unter dem Motto „Hauptberuflich Feuerwehrmann“ und versprach ein spannendes Wochenende.

Pünktlich um 08:00 Uhr traten die teilnehmenden Jugendlichen ihren „Dienst“ an und wurden von Kommandant HBI Josef Osterkorn sowie den unterstützenden Mitgliedern der Aktivmannschaft herzlich begrüßt. In den kommenden 24 Stunden standen zahlreiche realitätsnahe Einsätze, Übungen und Schulungen auf dem Programm, bei denen die Jugendlichen ihr bereits erlerntes Wissen anwenden und neue Erfahrungen sammeln konnten.

Bereits um 09:00 Uhr erfolgte die erste Alarmierung. Eine Person war unter einem Container eingeklemmt und musste mithilfe von Hebekissen befreit werden. Während die Rettungsmaßnahmen bereits weit fortgeschritten waren, kam es zu einem plötzlichen Lagewechsel: Zwei Ölfässer gerieten in Brand. Die Jugendlichen mussten daraufhin mit zwei C-Löschleitungen zur Brandbekämpfung vorgehen. Nachdem die eingeklemmte Person gerettet und beide Brandherde abgelöscht waren, wurde die Einsatzstelle noch auf mögliche Glutnester kontrolliert.

Um 11:00 Uhr folgte bereits die nächste Alarmierung zu einem Waldbrand. Mithilfe des neuen Rollcontainers „TS“ saugten die Jugendlichen Wasser aus dem Wallnerteich an, um damit das Gebäude der Bergrettung zu schützen. Das Gelände der Bergrettung wurde dankenswerterweise für diese Übung zur Verfügung gestellt.

Nach Abschluss des Einsatzes hatten sich die Jugendlichen ihr Mittagessen redlich verdient. Anschließend stand eine Schulung zu den acht neuen Rollcontainern auf dem Programm. Nachdem bereits beim Waldbrandeinsatz erste Erfahrungen mit dem neuen Material gesammelt werden konnten, wurden die verschiedenen Rollcontainer nun genauer vorgestellt und von den Jugendlichen spielerisch erkundet.

Doch lange dauerte die Pause nicht: Schon bald erfolgte die nächste Alarmierung. In der Volksschule hatte offenbar jemand den Hausalarm ausgelöst. Beim Eintreffen stellte sich heraus, dass in einem Klassenzimmer im ersten Stock ein Brand ausgebrochen war und sich noch mehrere Personen im Gebäude befanden, die dieses nicht selbstständig verlassen konnten.

Die Feuerwehrjugend ging mit zwei Atemschutztrupps und zwei C-Hohlstrahlrohren zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vor. Die vermissten Personen konnten rasch ins Freie gebracht und der Brandherd gefunden und abgelöscht werden. Nachdem „Brand aus“ gegeben werden konnte, wurde ein Druckbelüfter eingesetzt, um das Gebäude vom Rauch zu befreien.

Nach diesem anstrengenden Einsatz ging es zum gemeinsamen Abendessen. Dabei hatten die Jugendlichen Gelegenheit, sich zu stärken und etwas zu erholen.

Um 22:00 Uhr erfolgte bereits die nächste Alarmierung zu einem Flurbrand. Für die Brandbekämpfung kamen diesmal Kleinlöschgeräte zum Einsatz. Mit Löschrucksack, Feuerpatsche und Kübelspritze wurde der Brand möglichst wassersparend bekämpft. Anschließend wurden die betroffenen Bereiche auf Glutnester kontrolliert und diese ebenfalls abgelöscht.

Nach diesem Einsatz konnten die Jugendlichen schließlich ins Bett gehen – allerdings nicht für lange. Um 04:30 Uhr erfolgte eine weitere Alarmierung zu einem Brandverdacht. Beim Eintreffen stellte sich heraus, dass ein Müllhaufen in Brand geraten war. Rasch wurden zwei C-Löschleitungen aufgebaut und mit der Brandbekämpfung begonnen. Nachdem der Brand gelöscht war, wurde der Müllhaufen auseinandergezogen, um auch mögliche versteckte Glutnester zu finden und abzulöschen.

Gegen 05:30 Uhr waren die Arbeiten an der Einsatzstelle abgeschlossen. Zurück im Feuerwehrhaus warteten jedoch noch die Nachbereitungsarbeiten. Unter anderem mussten die verwendeten Schläuche gewaschen und die eingesetzten Gerätschaften wieder versorgt werden.

Gegen 06:30 Uhr waren schließlich auch diese Arbeiten abgeschlossen. Damit konnte die Feuerwehrjugend ihren 24-Stunden-Tag erfolgreich beenden. Hinter den Jugendlichen lagen 24 Stunden voller Einsätze, Herausforderungen, Ausbildung und Kameradschaft.

Ein besonderer Dank gilt allen Mitgliedern und Betreuern, die diesen abwechslungsreichen Ausbildungstag vorbereitet und begleitet haben, sowie der Bergrettung für die dankenswerte Bereitstellung ihres Geländes für die Übung. Ebenso möchten wir uns herzlich bei der Marktgemeinde Maria Enzersdorf bedanken, die uns ihre Räumlichkeiten für die Übungen zur Verfügung gestellt hat und damit einen wichtigen Beitrag zum Gelingen dieses 24-Stunden-Tages geleistet hat.

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